Welche Küchenaufteilung in welchen Raum?

Nov 18th, 2008 | von | Kategorie: Küchenratgeber

Nicht nur für die Grundrisse von Häusern und damit auch von Küchen gibt es Normen und Empfehlungen, die von Architekten und Planern eingehalten werden. Auch die Möbelhersteller arbeiten mit zentimetergenauen Vorgaben. Denn seit der Entwicklung der sogenannten Anbauküche hat sich die Küchenindustrie auf Richtmaße geeinigt. Ver Vorteil liegt auf der Hand – Sie wissen, womit Sie rechnen müssen – und bei Ihnen passt die Spülmaschine garantiert unter die Arbeitsplatte.

Verbindliche Maße: Gerechnet wird in einem festen Raster. In der letzten Zeit haben sich einige Hersteller von dem alten Raster mit 60 Millimetern verabschiedet und rechnen mit einem 50-Millimeter-Raster. Das betrifft die Tiefe von Unterschränken wie auch die Standardbreite. Wer also zuhause seinen Küchengrundriss selbst ganz grob vorzeichnen möchte, braucht dazu nur noch stinknormales Rechenpapier wie es in der Grundschule üblich ist. Bei einem anderen Küchenraster empfiehlt sich jedoch Millimeterpapier. Welcher Hersteller wie rechnet, erfährt man auf der Homepage der Unternehmen. Mit der Kombination der Schränke in unterschiedlichen Breiten können Sie im Grunde jede Wand raumfüllend möblieren. Die normale Unterschrankhöhe beträgt 85 Zentimeter und setzt sich zusammen aus 10 Zentimetern Sockel, 72 Zentimeter Schrankkorpus und 3 Zentimeter Arbeitsplatte. Doch auch die Dicke der Arbeitsplatten hat sich in jüngster Zeit verändert. Der Trend geht zu schlankeren Platten. Das schafft zusätzlichen Raum in den Schränken.

Skizzieren Sie Ihren Möblierungsplan ruhig schon mal auf der Basis dieser Maße. So können Sie Ihre Überlegungen anstellen, auch ohne sich auf einen Hersteller oder dessen Programm festzulegen. Auch ein Küchenberater entwirft Grundrisse unter Berücksichtigung der genormten Schrank- und Gerätemaße.

Wenn Sie selbt mit eigenen Entwürfen Ihre Einrichtung planen wollen, haben Sie je nach Größe und Zuschnitt des Küchenraumes mehrere Möglichkeiten. Das hängt davon ab, wie viele Wände Sie möblieren können. Fachleute haben für die unterschiedlichen Formen Begriffe entwickelt, die wir hier erklären und mit Zeichnung auch bildlich erläutern.

Die einzeilige Küche: einzeiliger KuechenaufbauHier stellen Sie alles an einer einzigen Wand auf. Diese Situation entsteht am häufigsten in Apartments und Ferienhäusern, wo Sie wenig Platz, aberauch wenig Platzbedarf haben, sowie in Altbauwohnungen mit schmalen und lang geschnittenen Küchenräumen.

zweizeilig aufgebaute kueche

Die zweiteilige Küche

benötigt aufgrund der Schranktiefen von 60cm und dem zu emfehlenden Abstand zwischen den Küchenzeilen insgesamt 2,40m Wandabstand. Ob diese Küchenplanung sinnvoll ist, hängt davoon ab, wie und wo Fenster und Tür eingebaut sind.

L-Küche

Die Küche in L-Form

bietet eine gute Voraussetzung für eine Wohnküche, wiel sie der dem L gegenüberliegenden Ecke Raum für einen Eßplatz einräumt. Herd und Spüle werden hier nicht mehr in derselben Schrankzeile installiert. Auf den Unterschränken gewinnen Sie ausreichende Arbeitsflächen. Kalkulieren Sie ein, dass alle Wege beim Kochen länger werden, sobald Sie den Eßtisch beim Kochen als Arbeitsfläche einbeziehen.

U-Form

Die Küche in U-Form

bietet oft einen hellen Platz unter dem Fenster an. Wenn Sie wollen, können Sie diese Fläche dann als großzügige Arbeitsplatte zwischen Herd (auf der einen Wandseite) und Spüle (auf der anderen Seite) benutzen.

Die G-Küche

G-Form

ensteht bei einer Möblierung mit einem frei in den Raum hineinragenden Block – ein Arbeitsplatz oder eine Eßmöglichkeit oder beides gemeinsam. Achten Sie darauf, wichtige Arbeitsplätze möglichst zentral und nahe beieinander einzurichten. Sonst laufen Sie viel – schnell 200 Kilometer im Jahr!

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